Ankenhof Oberengstringen
Ein neues, vielfältiges Wohnquartier
Oberengstringen, CH
2023-
Auf dem grosszügigen, leicht coupierten und nach Süden abfallenden Land werden achtzehn neue Gebäude um den bestehenden Ankenhof so gruppiert, dass alle von der räumlichen Grosszügigkeit und dem Bezug zum Hof profitieren. Unterschiedlich in ihren Grössen und Typologien sowie locker in ihrer Anordnung nutzt jedes Gebäude die Vorteile der spezifischen Lage, bildet mit der engeren Nachbarschaft eine Gruppe und im Ganzen ein vielfältiges Ensemble. Im kontinuierlichen Raumgefüge von der Strasse bis zum Wald bildet der mittige Aussenraum das Herzstück der Anlage. Darin bildet der Hof die zentrale und identitätsstiftende Mitte zwischen dem flacheren und gefassteren nördlichen Bereich und dem südlichen Bereich, der sich am Hang stärker an den Falllinien orientiert.

Alle Gebäude suchen einen möglichst direkten Bezug zum Gelände. Die Dimensionen und die volumetrische Gliederung der neuen Bauten stehen in Relation zum Bestand. Ihre Setzung wahrt eine räumliche Durchlässigkeit und ermöglicht vielfältige Sichtbeziehungen in die nahe Umgebung, in den Garten, zum Wald ebenso wie auch in die Weite ins Limmattal bis hin zum Uetliberg. Umgekehrt ergeben sich auch vielfältige Einblicke aus der Umgebung in Gelände des Ankenhofs. Am emblematischsten bleibt der Blick vom Oberengstringer Zentrum über die Zürichstrasse hinweg zum Hauptgebäude des Ankenhofs, das sich von der Hangkante nach Süden in die Ferne richtet.

Die Entwicklung des Ankenhofs ist ein generationenübergreifendes Projekt. Die etappenweise Entwicklung von Norden nach Süden ergibt in jeder Zwischenphase ein stimmiges Gesamtbild. Gleiche oder ähnliche bauliche Einheiten vereinfachen das Teilen im Hinblick auf Erbschaft oder Verkauf; Variationsmöglichkeiten können unterschiedliche Bedürfnisse aufnehmen. Einfache Prinzipien erlauben zudem inhaltliche Anpassungen und können so Veränderungen in mittlerer und fernerer Zukunft gut aufnehmen, ohne alles infrage zu stellen.

Wie die bestehenden Gebäude auf dem Hof variieren auch die Neubauten aufgrund der Nutzungsanforderungen, der jeweiligen Lage und der Nachbarschaft. Einiges haben sie jedoch gemeinsam: Alle Wohnungen haben Sicht in mindestens zwei Richtungen, zum Hof und in die Umgebung. Beinahe die Hälfte der Wohneinheiten hat einen direkten Bezug zum Terrain. Alle Gebäude sind mit Schrägdächern gedeckt, in unterschiedlicher Form variierend binden sie Alt und Neu zusammen. Schliesslich werden auch in allen Gebäuden natürliche und nachhaltige Materialien eingesetzt. So bekennt sich der bauliche Zuwachs klar zu den Qualitäten des Hofes und hält diese auch für die Zukunft hoch.
client
privat
competition team
Stepan Benes, Flavia Hug, Martin Mraz (PL), Manuel Scholl (PV),
specialists
Ryffel+Ryffel Landschaftsarchiteken, Uster