Zentrumsentwicklung Effretikon

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Zentrumsentwicklung Illnau - Effretikon

Primäres Anliegen des vorgeschlagenen Projektes ist eine für die Stadt Illnau - Effretikon adäquate und gesellschaftlich nachhaltige Koexistenz von Freiraumstruktur und Bebauungsstruktur. Dabei steht die Entwicklung unterschiedlicher und miteinander in Beziehung stehenden, stadträumlich gestalteten Identifikationsorten sprichwörtlich „im Zentrum“ der Auseinandersetzung mit Illnau - Effretikon.
Für die Identifikation von Orten hat Kevin Lynch mit seiner 1960 veröffentlichen Studie The Image of the City wichtige Anregungen für die Städtebaudisziplin gegeben. Dabei stellt die Lesbarkeit des Stadtraumes für Lynch eine besondere visuelle Qualität dar. Mit der Lesbarkeit ist die „Leichtigkeit gemeint, mit der (seine) einzelnen Teile erkannt und zu einem zusammenhängenden Muster aneinandergefügt werden können“. Die im Projekt vorgeschlagene Raumabfolge Märtplatz - Stadthof - Stadtplatz – Bahnhofstrasse - Stadtgarten spricht genau diese Qualitäten an. Nicht isolierte Baukörper - Scheiben, Türme, Kuben - wie sie die Moderne in der CIAM-Doktrin noch propagierte, sondern eine zusammenhängende und miteinander in einem Dialog stehende Freiraum- und Bebauungsstruktur steht im Vordergrund der städtebaulichen Untersuchung. Die Bauvolumen sind dabei so in den zur Diskussion gestellten Betrachtungsperimeter gesetzt, dass sie sich jeweils spezifisch auf die angrenzende Umgebung beziehen, sie gleichzeitig aber neu interpretieren und auszeichnen. Damit werden Räume mit einem hohen Identifikationspotential geschaffen. Die differenziert volumetrische Gliederung der einzelnen Baukörper soll überdies eine Massstäblichkeit erzeugen, welche abwechslungsreich und morphologisch sinnvoll die jeweiligen Orte auszeichnet. Dabei wird die anspruchsvolle Gratwanderung zwischen architektonischem Objekt und städtebaulichem Gefüge in ein sog. „Gleichgewicht der Kräfte“ gebracht.