IUCN
Conservation Centre
Der Haupsitz für die "International Union for Conservation of Nature" (IUCN) in der Gemeinde Gland am Genfersee setzt einen Massstab nachhaltigen Bauens. Der Erweiterungsbau verfolgt eine Reihe innovativer ökologischer Strategien innerhalb eines engen Kostenrahmens. Die Ökonomie der Mittel als Entwurfsbasis ist das entscheidende Prinzip für die Entwicklung des Gebäudes: Effizienz in der Gewinnung, Verwendung und Bewirtschaftung aller benötigten Ressourcen.
Von Anfang an wurde das Konzept in interdisziplinärer Zusammenarbeit von Architekten, Gebäudetechnik- und Bauingenieuren entwickelt. Die Zielsetzung war einerseits, den Aufwand an Material und Technik zu minimieren, andererseits die Arbeitsplatzqualität und Energieeffizienz zu maximieren. Ein Schlüsselelement des architektonischen Konzepts ist der mehrfache Nutzen der Bauteile – dies beinhaltet die gleichzeitige Erfüllung funktionaler, ökonomischer und architektonischer Kriterien. Die umlaufenden Balkone beispielsweise sind gleichzeitig Beschattungselemente, individuelle Aussenräume und Fluchtwege – wodurch sich weitere Brandschutzmassnahmen weitgehend erübrigen. Alle innen liegenden Räumlichkeiten können dadurch so offen bleiben wie gewünscht und fördern den sozialen Austausch.
Das Gebäude reflektiert die grundlegenden Ziele der Institution, die es beherbergt. Die vorgeschlagene Architektur zielt auf ein Verständnis der Leistungsfähigkeit nachhaltigen Bauens bezüglich Energie- und Materialverbrauch. Einige der ökologischen Merkmale beinhalten Photovoltaik, geothermische Heizung und Kühlung, kontrollierte Lüftung, Regenwasserretention und -nutzung, sowie den Einsatz CO2-reduzierten Betons, recyklierten und lokal gewonnener Materialien. Das Ziel ist, einen neuen Standard in der Architektur zu setzen.
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