B35

MFH Bolleystrasse 35

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Durch die Überbauung der bis anhin mehrheitlich durch Sträucher und Bäume bewachsenen Reservoirparzelle wird die bauliche Lücke auf der linken Seite der Bolleystrasse geschlossen. Die städtebauliche Setzung zweier Volumen mit unterschiedlicher Orientierung zur Strasse, wird durch die gemeinsame Zugangssituation und die Aussenraumgestaltung als Anlage zusammengefasst.
Die Anlage ist in den stark abfallenden Hang integriert. Auf verschiedenen Niveaus sind private Aussenräume den entsprechenden Wohnungen zugeordnet.

Die beiden Gebäude unterscheiden sich jedoch in Volumetrie, Ausrichtung und Wohnungstypologie stark, was auch in ihrer äusseren Erscheinung eine Entsprechung findet. Sie unterscheiden sich im strukturellen Aufbau, der Typologie der Wohnungen und den konstruktiven Anforderungen und somit auch in ihrer Gestalt. Sie werden als ungleiches „Geschwisterpaar“ verstanden, wobei die deutlich erkennbare Zusammengehörigkeit durch zwei eigene Identitäten überlagert wird.

Durch den Erhalt des Reservoirs entstehen im Haus B35 vier unkonventionelle Mietwohnungen, welche sich vor allem im jeweiligen Bezug zum Aussenraum voneinander unterscheiden, sowie ein mit dem Bestand verknüpftes Atelier. Die Festlegung des interpolierten Terrains erlaubt es, den Körper des ehemaligen Reservoirs aus dem Terrain herauszuschälen und ihn als Zeuge aus früherer Zeit sichtbar zu machen. Das Haus B35 erhält eine monolithische Wandkonstruktion aus Dämmbeton mit Kerndämmung und wird aussen sandgestrahlt, was der Oberfläche einen beinahe natursteinartigen, veredelten Ausdruck verleiht. Mittels einer nachträglich aufgebrachten, pigmentierten Lasur wird ein Farbton angestrebt, welcher sich mit einem dunklen, schlammigen Graubraun sorgfältig in die vorherrschenden Naturtöne der Bolleystrasse eingliedert. Die verschiedenen Fenstertypen bilden mit ihrer unterschiedlichen Positionierung in der Ebene, mal auskragend, mal bündig, mal leicht zurückversetzt, die tragende Rolle für den gestalterischen Ausdruck.